Psychosomatische Störungen

Symptome und Störungsbilder

Psychosomatische Störungen haben vielfältige Symptome und sind in leichter Form weit verbreitet. Von psychosomatischen Störungen spricht man, wenn körperliche Symptome vorliegen, die nicht durch eine körperliche Krankheit hervorgerufen werden.

Wichtig dabei ist: Die körperlichen Symptome sind keine Einbildung, sondern sind vorhanden. Die Ursache ist aber keine körperliche Krankheit, sondern Folgeerscheinungen von langanhaltendem (chronischen) Stress. Stresshormone verändern nämlich langfristig körperliche Regelkreise und schädigen den Körper auf Dauer.

In der Allgemeinbevölkerung wurden ca. 10% Betroffene mit einer manifesten psychosomatischen Störung gefunden.

Die folgenden (Stress-)Symptome können auftreten:

  • Herzstolpern, Brustdruck oder -schmerzen, Atemnot ohne Anstrengung, Hyperventilation
  • Übelkeit, Bläh- und Völlegefühle, Bauchschmerzen, schlechter Mundgeschmack, Erbrechen, Wiederaufstoßen von Nahrungsmittel, Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung, häufiger Stuhldrang, Mundtrockenheit, Kribbelgefühle im Bauch, Luftaufstoßen
  • Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, unangenehme Empfindungen im Unterbauch und im Genitalbereich, ungewöhnlicher oder verstärkter Vaginalausfluss
  • Flecken oder Farbveränderungen der Haut
  • Schmerzen in Gliedern, Extremitäten oder Gelenken, Taubheitsgefühle oder Kribbelgefühle
  • Schweißausbrüche (kalt oder warm), Hitzewallungen oder Erröten, Schwindel  • Müdigkeit schon bei leichter Anstrengung 

Die Hypochondrische Störung wird zu den psychosomatischen Störungen gezählt, sie ist aber eine typische Angststörung. Die Befürchtungen beziehen sich auf mögliche schwere Erkrankungen, die der Betroffene haben könnte. Hier werden normale körperliche Phänomene und Stressphänomene als Zeichen einer schweren Erkrankung fehlgedeutet und als Bedrohung wahrgenommen.

Durch Aufmerksamkeitsprozesse werden die Symptome immer besser und öfter wahrgenommen und dadurch ein Teufelskreis etabliert, der sich immer mehr verschlimmert. Als nachvollziehbarer Lösungsversuch gehen die Betroffenen dann häufig zum Arzt, der viele Untersuchungen durchführt, keine körperliche Erkrankung feststellen kann, aber unter Umständen Medikamente verschreibt. Die Betroffenen beobachten sich immer mehr selbst, was die Störung aufrechterhält und verschlimmert, weil immer wieder Phänomene wahrgenommen werden. Auch hier versuchen die Betroffenen etwas Unkontrollierbares zu kontrollieren, nämlich auf keinen Fall eine beginnende Krankheit zu übersehen und schwer krank zu werden.

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